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Dokumentarfilm / USA 2011

Beats, Rhymes & Life: The Travels of A Tribe Called Quest


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Wenn es um die Frage nach den einflussreichsten Hip-Hop-Künstlern aller Zeiten geht, dann wird natürlich auch A Tribe Called Quest genannt. Das Quartett aus dem New Yorker Stadtteil Queens sorgte in den späten 80ern für eine kleine Revolution in der Szene. Sie brachten eine ganz neue lyrische Qualität in ihre Rap-Texte und jede Menge Samples aus lange vergessenen Jazz-Platten, welche der schwarzen Community ihre eigenen Wurzeln vor Ohren führten. Sie wurden mit 5 Gold- und Platinalben schnell zu Superstars der Szene, ohne jedoch jemals ihre Glaubwürdigkeit zu verspielen. Dafür liebten sie Fans auf der ganzen Welt - und unter denen war das Entsetzen groß als sich die Gruppe 1998 auflöste. So ging es offensichtlich auch dem Hip-Hop-Enthusiasten und Schauspieler Michael Rapaport ("Copland"), denn als sich die Band 2008 wieder zusammenfand, nutzte er die Gunst der Stunde und ging mit ihr auf Tour, um eine Dokumentation zu drehen. So wurde er Augenzeuge neuer Zerwürfnisse innerhalb der "Tribe" und machte sich anschließend an die Arbeit, aufzuzeigen, wie es so weit hatte kommen können: Er verknüpfte historische Aufnahmen aus der Anfangszeit der Band, Musikvideos, Ausschnitte aus Konzerten und TV-Auftritten und vor allem Interviews, um die ganze Geschichte von A Tribe Called Quest zu erzählen. Im Mittelpunkt seiner Doku stehen die Porträts der vier Mitglieder der Band: Ali Shaheed Muhammad, Jarobi und vor allem jene beiden, die unterschiedlicher nicht sein könnten: der smarte und exzentrische Q-Tip, der immer im Vordergrund stand, und der Schulabbrecher Phife Dawg, der die "street credibility" in die Band einbrachte. Ihre Freundschaft, ihre fruchtbare Zusammenarbeit, aber auch ihre unzertrennliche Hassliebe schildert der Film. Zahlreiche Mitstreiter und erklärte ATCQ-Anhänger kommen dabei neben den Bandmitgliedern zu Wort - etwa De La Soul, Monie Love, Busta Rhymes, The Roots und die Beastie Boys (inklusive des kürzlich verstorbenen Adam "MCA" Yauch). Damit ist das Regiedebüt von Michael Rapaport nicht nur ein Must-See für alle wahren Hip-Hop-Fans, sondern auch ein bewegendes Dokument aus dem Innenleben einer Band, die zu Recht immer noch geliebt wird.
Michael Schömburg


Start: 07.06.2012, OT: Beats, Rhymes & Life: The Travels of a Tribe Called Quest, Regie: Michael Rapaport, 93 Min.
 
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