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FÜR FANS VON: "Harry Potter", "Spider Man III", "Ghostbusters"
Eigentlich ist das Thema Zauberlehrling ja mit Harry Potter im Kino hinlänglich abgedeckt. Aber das hat den Disney-Konzern nicht abgehalten, diese nach vollen Kinokassen klingende Nische neu zu besetzen - zumal er den entsprechenden Stoff schon in der Schublade hatte: Die frei nach Goethe erzählte Geschichte vom Zauberlehrling findet sich etwa in Disney's drittem abendfüllenden Spielfilm "Fantasia" von 1940. Erfolgsproduzent Jerry Bruckheimer, der bereits die Disney-Welten "Piraten der Karibik" und "Prince of Persia" auf die Leinwand brachte, hat die Story für ein junges Kino-Publikum aufpoliert: Zauberlehrling Dave (Jay Baruchel) ist jetzt ein junger Student aus New York, der ganz normale Probleme hat: Er ist furchtbar schüchtern, liebt die unerreichbar erscheinende Radio-Moderatorin Becky und interessiert sich für so etwas Uncooles wie Physik. Als nach jahrhundertelangem Schlaf zwei verfeindete Zauberer auftauchen und er für ihren Kampf rekrutiert wird, ist er wenig begeistert. Aber die Tricks, die sein Meister Balthazar Blake (Nicolas Cage) drauf hat, lassen ihn Gefallen am Job des Zauberlehrlings finden - zumal sie sich ganz gut einsetzen lassen, um Becky zu beeindrucken. Natürlich läuft das Ganze mit viel visuellem Spektakel auf einen großen Showdown zu, der nicht nur wegen des Spielortes New York stark an "Ghostbusters" erinnert. Allerdings geht es hier erheblich moderner zu - allein schon wegen des Product Placements: Klar, dass die Zauberer von heute allerneueste Sportwagen fahren. "Duell der Magier" ist halt solides, modernes Popcorn-Kino - auch wenn Nicolas Cage und sein Gegenspieler Alfred Molina ein bißchen viel mit Plasma-Energie herumschmeißen und von einem Regie-Altmeister wie Jon Turteltaub ("Cool Runnings") mehr Witz und Ironie zu erwarten gewesen wäre. Das romantische Verzaubertsein, für das Disney mit Filmen wie "Fantasia" mal berühmt war, ist inzwischen ohnehin komplett auf der Strecke geblieben.
Michael Schömburg






